In seiner zweiten Saison als Musikdirektor des Royal Opera House wird Jakub Hrůša ein breit gefächertes Repertoire präsentieren und dabei mit renommierten Regisseuren sowie Dirigierkollegen zusammenarbeiten.
Auch in der neuen Spielzeit zählt Hrůša zu den zentralen künstlerischen Persönlichkeiten: Im Herbst wird unter seiner musikalischen Leitung eine Neuproduktion von Wagners Parsifal entstehen, inszeniert von Evgeny Titov. Anschließend studiert er Verdis Un ballo in maschera in einer Inszenierung von Philipp Stölzl ein und übernimmt zudem die musikalische Leitung einer Wiederaufnahme von Janáčeks Káťa Kabanová in der Regie von Richard Jones. Darüber hinaus führt Hrůša das Orchester des Royal Opera House auch auf das Konzertpodium und dirigiert eine konzertante Aufführung von Herzog Blaubarts Burg in Kombination mit Le Sacre du printemps.
„Meine zweite Saison in Covent Garden erfüllt erneut vollständig die Vorstellung unserer Zusammenarbeit, die wir zu Beginn unseres gemeinsamen Weges formuliert haben“, sagt Hrůša und fährt fort: „Mein Repertoire vereint drei große Meister der Oper: Wagner, Verdi und Janáček. Diesen Kontrast halte ich für ausgesprochen gelungen. Zwei der Produktionen werden neu entstehen (Parsifal und Un ballo in maschera), die dritte ist eine Wiederaufnahme. Es freut mich sehr, dass auch diese Saison tschechische Musik enthält. Káťa Kabanová gehört zu meinen Herzenswerken, was ich insbesondere bei der sehr erfolgreichen Aufführung in Salzburg im Jahr 2022 erleben durfte – die Titelpartie wird in London erneut, wie schon dort, von Corinne Winters gesungen.
Ähnlich empfinde ich es bei Wagner. Verdi bedeutet für mich den Eintritt in ein Feld, dem ich mich bisher weniger intensiv gewidmet habe, als ich es mir gewünscht hätte; ich freue mich sehr darauf, gerade dieses Meisterwerk, Un ballo in maschera, zu interpretieren, das ich für eines seiner besten halte, auch wenn es etwas im Schatten bekannterer Titel wie Nabucco, La traviata oder Aida steht.
Ich bin außerdem froh, dass wir unsere konzertante Tätigkeit, die ich mir zum Ziel gesetzt habe, weiter ausbauen. Wir werden erneut zwei großartige Werke präsentieren, die eng mit der Bühne verbunden sind. Mein Beitrag zum Ballettrepertoire wird Le Sacre du printemps sein (das Orchester freut sich, das Werk diesmal unabhängig von den spezifischen Anforderungen des Tanzes aufführen zu können), und die Erweiterung unseres Opernrepertoires über italienische, deutsche und tschechische Werke hinaus bringt eine konzertante Aufführung von Herzog Blaubarts Burg, mit Elīna Garanča in der weiblichen Hauptrolle und Christian Van Horn als Blaubart. Bartók gehört neben Janáček zu meinen Lieblingskomponisten dieser Epoche, und die letzte konzertante Aufführung seines Wunderbaren Mandarin war so inspirierend und erfolgreich, dass wir diesen Weg nun konsequent weitergehen. Mit der Zusammenstellung meiner Programme für die Saison 2026/27 bin ich sehr zufrieden.“